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Unser stationäres Angebot für Bewohner und Bewohnerinnen

Das Pflegezentrum Dortmund hat aufgrund der hochqualifizierten psychiatrischen Pflege in Verbindung mit den geschützt geführten Wohnbereichen eine deutlich überdurchschnittliche personelle Besetzung gegenüber nicht spezialisierten Pflegeeinrichtungen. die Bewohnerinnen und Bewohner körperlich und geistig fit und damit auch länger selbstständig bleiben. Um ihre Fähigkeiten möglichst lange erhalten zu können, werden sie von unserem geschulten Pflegepersonal motiviert und begleitet. Die Betreuenden unterstützen zum Beispiel im Alltag bei der Körperpflege und Wahl der Kleidung, bei der Zubereitung des Essens oder bei der Gymnastik. Sie stellen auch sicher, dass die Bewohnerinnen und Bewohner haus- und fachärztlich vernünftig versorgt werden. Diese individuelle Rund-um-die-Uhr-Betreuung gibt ihnen und auch ihren Angehörigen, die auf Wunsch eng in den Pflegeprozess mit eingebunden werden, Sicherheit und Geborgenheit.

Es arbeiten Pflegefachkräfte überwiegend mit psychiatrischer und gerontopsychiatrischer Berufserfahrung, Erzieherinnen und Erzieher aber auch Familienpfleger und Familienpfleferinnen, sowie Alltagsbegleiter nach § 43b SGB XI und der sozialer Dienst (SD) mit Diplom-Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagogen oder Diplom Gerontologeninnen zusammen.

In allen Wohnbereichen bieten wir, neben der Gestaltung des Alltags, die nachfolgenden speziellen Angebote an:

Tagesstrukturierung durch hauswirtschaftliche Tätigkeiten 

Hauswirtschaftliche Tätigkeiten sind altvertraute Verrichtungen und können, auch wenn sie nur noch ansatzweise ausgeführt werden, das Selbstvertrauen wieder stärken. Die Bewohnerinnen und Bewohner werden entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten und Neigungen bei der Organisation des hauswirtschaftlichen Alltags in die anfallenden hauswirtschaftlichen Tätigkeiten einbezogen. Hierzu gehören u.a. Vor- und Nachbereitung einer Mahlzeit, Eindecken der Tische, Backen, Aufräumen, Staub wischen, Spülen „von Hand“, Wäschefalten und Blumenpflege. Durch die Teilnahme 

und Teilhabe an diesen Alltagsgewohnheiten werden die Bewohner und Bewohnerinnen an Gewohntes erinnert und verloren gegangene Fähigkeiten werden neu belebt. Die Menschen tun, was sie auch zu Hause tun würden. Über die aktive Beteiligung an der Alltagsgestaltung erhalten Bewohner und Bewohnerinnen wichtige Sinneseindrücke, die Erinnerungen wecken. Durch die räumliche Nähe werden Freude, Leid und Schmerz der Mitbewohnerinnen und Mitbewohner unmittelbar miterlebt. Auf diese Weise werden emotionale Erinnerungen aktiviert und bilden die Grundlage für zwischenmenschliche Kontakte. Dies alles führt zu einer höheren Mobilität und Steigerung der Selbstständigkeit. Motorische und kognitive Fähigkeiten bleiben länger erhalten und der Tendenz zu Rückzug, Apathie und Vereinsamung wird entgegengewirkt. Das Gefühl „ich werde gebraucht“ wirkt sich oft positiv auf die Bewohnerinnen und Bewohnern aus. 

Tagesstrukturierung durch handwerkliches Gestalten 

Das Angebot umfasst einfache und vertraute Techniken, wie Mandalas ausmalen oder einfache Drucktechniken, die Überforderung und Desinteresse vorbeugen und orientiert sich an den vorhandenen Bedürfnissen und Fähigkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner.  Auch mit Handarbeiten (Filzen, Ausbessern von Kleidungsstücken, Häkeln, Stricken, etc.) können sich Bewohner und Bewohnerinnen beasxchäftigen. Darüber hinaus bieten wir  leichte Gartentätigkeiten an Hochbeeten. das  Gestalten von Bastelarbeiten zu jahreszeitlichen Themen aber auch das Anlegen von persönlichen und allgemeinen Erinnerungsalben. Dies alles findet größtenteils in den Hausgemeinschaften statt. 

Tagesstrukturierung durch Singen und Musizieren 

Über Musik können auch die Bewohnerinnen und Bewohner mit sprachlichen oder emotionalen Verlusten gut erreicht werden. Altbekannte Lieder und Schlager sprechen besonders das Altgedächtnis an. Ängste und Spannungen können abgebaut werden, Abwechslung und Lebensfreude werden gefördert. So können demente Menschen, die ihr Sprachvermögen verloren haben, oft noch alle Strophen der altbekannten Lieder singen. Und mit der Auswahl der Lieder kann ein jahreszeitlicher Bezug hergestellt werden. 

Soziale Betreuung 

Der Soziale Dienst unterstützt und begleitet die Beschäftigten des Pflegedienstes bei der individuellen Gestaltung und Ausführung von Freizeitaktivitäten und tagesstrukturierenden Einzel- und Gruppenangeboten für die Bewohnerinnen und Bewohner. Sie sind Mitglieder des multiprofessionellen Wohnbereichsteams und bringen ihre Erfahrung und Kenntnisse in die gemeinsamen Besprechungen und Planungen mit ein. Den Angehörigen und Betreuern bieten sie Beratung und Mithilfe bei der Inanspruchnahme von sozialen Rechten und Hilfen für die Bewohner und Bewohnerinnen an. 

Die Wohnbereiche

Unsere Bewohnerinnen und Bewohner leben in drei Wohnbereichen mit sechs Hausgemeinschaften. Die Kontaktdaten haben wir hier für Sie hinterlegt.

Wohnbereich für Menschen mit psychischen Erkrankungen und Sucht

Bewohnerinnen und Bewohner mit psychischen Einschränkungen und/oder Suchtproblematik verfügen häufig über eine nicht genügend gefestigte Ich-Struktur, die es ihnen nicht gestattet, Anforderungen des täglichen Lebens anzunehmen und zu lösen. Die meisten Bewohner und Bewohnerinnen können in der Regel nicht mehr den Alltag organisieren. Sie benötigen eine klare Orientierung mit der Sicherheit einer festen eindeutigen Tagesstruktur mit bindenden Absprachen, die klar und nachvollziehbar sind. Der Betreuungsrahmen unterscheidet sich kaum vom Betreuungsrahmen der nachfolgend genannten Bewohnergruppen. In den akuten Phasen ihrer Erkrankung benötigen die einzelnen Personen eine noch intensivere Zuwendung. Die Ängste und Nöte, Wahrnehmungen und Reaktionen auf die umgebenden Menschen müssen aufgefangen und die Bewohnerinnen und Bewohner z.T. engmaschig begleitet werden. 
 

Wohnbereich für geistig und psychisch behinderte Menschen

Bewohnerinnen und Bewohner mit diesen verschiedenen Behinderungen haben ein erhöhtes Bedürfnis nach Orientierung, Strukturierung, Klärung und Vereinfachung des Lebensalltags mit Aufrechterhaltung wichtiger Beziehungen. Dies wird über einen individuell gestalteten Tagesplan gewährleistet. Die Entwicklung und der Erhalt von mehr Selbstständigkeit sind sehr oft abhängig von einer tragfähigen Beziehung zu Bezugspersonen. Über einen festen äußeren Rahmen mit stabilen und klaren, einfachen zwischenmenschlichen Beziehungen wird dies gewährleistet. Rituale helfen den Alltag zu vereinfachen. Gespräche über ihre Familie und ihr gewohntes Umfeld helfen, die persönliche Geschichte eines Menschen und die damit verbundenen Fähigkeiten zu bewahren. 

Wohnbereich für dementiell erkrankte Menschen

Nonverbale Kommunikation und Empathie ist bei dementiell beeinträchtigten Bewohnerinnen und  Bewohnern, die in ihrer Sprachfähigkeit sehr oft eingeschränkt sind, eine grundlegende Voraussetzung. Über eine bewusste Körpersprache, Mimik und Bewegung gelingt es, mit den Bewohnern und Bewohnerinnen in Kontakt zu treten, Erinnerungen an das Körpergedächtnis wachzurufen und verschüttete Verhaltensweisen wieder anzubahnen und die Stimmung positiv zu beeinflussen. 

Realitätsorientierung erfolgt in der Umgebung der Bewohner über einfache, klare, redundante Hinweismerkmale und Strukturen und wird nicht als spezielles Training angeboten, was über eine direkte Konfrontation Verhaltensstörungen auslösen könnte und das Selbstwertgefühl beeinträchtigt. 

Die im Verlauf der Demenz auftretenden Einschränkungen machen es den betroffenen Personen unmöglich, die Zeit vom Erwachen bis zum Schlafengehen zu überblicken und zu strukturieren. Der Tag kann nicht mehr geplant werden. Es ist daher wichtig, den Alltag so zu gestalten, dass sich die Betroffenen in eine für sie verstehbare Zeitstruktur integriert fühlen, d.h. der Tagesablauf berücksichtigt häusliche Normalität und Lebensaktivität. Dazu gehört natürlich auch, die Tagesstruktur an das Altgewohnte anzupassen. Wer immer ein „Langschläfer“ war, wird es auch im Alter voraussichtlich bleiben. Wer mittags immer seine aktivste Zeit hatte, wird im Alter kaum zur „Mittagsruhe“ gehen. Und jemand, der abends immer lange auf war, benötigt auch im Alter ein entsprechendes „Angebot“.